Montag, 1. Februar 2016

Bist Du schon behindert oder noch schwerbesonders mit alternativer Ressourcen Nutzung?

Ein schöner Artikel, warum man sich nicht von 15 jährigen Schulabbrechern dazu verleiten lassen sollte, "Behindert" als Schimpfwort zu empfinden und wie albern politisch korrekte Begriffe sind.

Lest selbst, wenn ihr mögt:


"Behindert", das böse Wort



Sonntag, 31. Januar 2016

Du, ich und die Farben des Lebens - Buchtipp

Dieses Buch wurde von einer Internet Freundin von mir unter Pseudonym geschrieben. Es handelt vom Sterben, den Werten des Lebens, der wahren Liebe, Depressionen und Selbstvorwürfen und ganz viel Hoffnung, denn es ist eine christliche Autorin. Es spielt viel im Krankenhaus und einem Kinderhospiz. Dort bekommen auch die tollen Pfleger und Krankenschwestern, aber auch die ehrenamtlichen Helfer ihren Raum, den sie verdienen. Vielleicht mag ja einer von Euch da mal reinlesen und auch ein paar Tränchen kullern lassen:



Du, ich und die Farben des Lebens



Das hat mich sehr gefreut

In diesem noch recht neuen Blog auch aus dem Kreis der Familien mit behinderten Kinder(n) bin ich so liebreizend erwähnt worden. Solche Worte bauen sehr auf.

Auch ohne daß ich erwähnt werde, ist der Blog immer mal einen Leseausflug wert - schaut selbst

https://mariaanteportas.wordpress.com/2016/01/27/liebster-award-discover-new-blogs/



Samstag, 30. Januar 2016

Nochmals Lehrer

Mein behinderter Sohn hat die wunderbarsten Lehrer, die ich mir vorstellen kann, die immer mit Rat und Tat und zur Seite stehen, aber niemals uns bevormunden oder ihre Vorstellung über das Wohl des Kindes über die der Eltern stellen und deswegen die Eltern "entmündigen" und eigenständig entscheiden.

Posting war veranlasst durch die Erzählungen einer Freundin, deren Lehrer kategorisch festlegten, das erste Fördergespräch habe im Haus der Eltern stattzufinden.

Das erinnerte mich an unser erstes Schuljahr, als zum Abschluss des ersten Elternabends noch so nebenbei beiläufig erwähnt wurde, daß wir nicht vergessen sollten, die Krankenkassenkarte mitzugeben, damit man unsere Kinder im nahegelegenen Krankenhaus zwecks orthopädischer Behandlung vorstellen könne.

Ich japste auf. Man fügte begütigend hinzu, wenn ich Wert darauf lege, dürfe ich auch mitkommen.

Ich gab die Erklärung ab, daß niemand mit meinem Kind zum Arzt ginge - außer im Notfall.

Dann kam der Hinweis, daß das individuelle Elterngespräch im häuslichen Umfeld stattzufinden habe. Aufgeschreckt durch die Vorstellung man könne von Seiten der Schule bei meinem Kind einfach die orthopädische Behandlung in die Hand nehmen, hatte ich das dringende Bedürfnis, deutlich Distanz zu wahren und zu schaffen.

Dieser Termin fand trotz meiner deutlichen Worte, es nicht zu wollen, bei uns zu Hause statt. Es war ein nettes, konstruktives Gespräch, das so genauso in der Schule geführt hätte werden können. Aber ich hatte meinen Platz zugewiesen bekommen - untergeordnet. Da ich ein behindertes Kind habe, darf man über mich und mein Kind einfach und ungefragt bestimmen. Diese Quintessenz war zu ziehen.

Es geht mir nicht um den Sinn oder Unsinn von Hausbesuchen, sondern um die Entmündigung so etwas einfach zu VERLANGEN.

Im gegenseitigen Einverständnis wird es eine ganz tolle Sache sein.

Und ja, ich weiß, daß die Lehrer das Beste für das Kind wollten. Da war keine Bösartigkeit der Hintergedanke. Aber wie verletzend sie dadurch entmündigen, haben sie nach jahrelanger Übung aus Betriebsblindheit nicht mehr gesehen.


Und danke für die herrliche Feststellung in einem der Kommentare, daß man feststellen muss, daß der Käse nicht auf der Pizza liegt und man das bitte zu akzeptieren habe - ich habe sehr gelacht. Für alle, die es nicht wissen, dieser ironische Kommentar bezieht sich auf die Geschichte Willkommen in Holland.
Ich schleppe also die Käse in Holzschuhen durch Tulpenfelder zum Käsemarkt und hoffe, daß Stürme und Landunter möglichst nicht zu oft vorkommen.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Besuch zu Hause von Lehrern

Wieso meinen Lehrer von behinderten Kindern sich selbstverständlich rauszunehmen, die Familien zu Hause besuchen zu dürfen, um sich einen Gesamteindruck zu verschaffen.

Wieso wird es so selbstverständlich verlangt, daß wir - nur weil wir ein behindertes Kind haben - auf die grundrechtlich garantierte Unversehrtheit unserer Wohnung verzichten müssen?

Ich persönlich habe solch ein selbstverständliches Verlangen, in unseren geschützen Bereich vordringen zu dürfen, als extrem übergriffig empfunden.

Wie würden die Lehrer schauen, wenn wir einfach einen Termin bei ihnen zu Hause festsetzen würden, um uns einen besseren Gesamteindruck zu verschaffen, wem wir unser Kind anvertraut haben.

Edit: Leider haben wenige der Kommentatoren den Kern des Postings entnehmen können. Es geht nicht, um den Sinn oder Unsinn eines Hausbesuches, sondern darum, daß man mit der Art und Weise der selbstverständlichen Ankündigung ohne Wahlmöglichkeit uns zu Befehlsempfängern degradiert. Daß der Hausbesuch gut gemeint und ggf positiv ist, steht völlig außer Frage. Die Art und Weise des Einforderns ist das Problem und da sollte ein Paradigmenwechsel in der Behandlung der Eltern erfolgen. Ein Vorschlag, die Idee vortragen und Reaktion abwarten. Aber nicht einfordern.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Ferienbetreuung behinderter Kinder

Ein großes Problem, denn arbeitende Eltern erhalten keine einkommens- und vermögensabhängigen Eingleiderungshilfeleistungen, brauchen aber wegen der Arbeistätigkeit undbedingt die Kinderbetreuung und nicht arbeitende Eltern hätten ggf einen Anspruch darauf, haben aber auch die Zeit, das Kind zu betreuen.

Klasse!

Selbst wenn man dann das Geld bekommen könnte, ist es schwer eine geeignete Einrichtung zu finden.

Wir versuchen gerade bei uns den Bedarf zu erheben und die Möglichkeit der Tagespflege über die Pflegeversicherung zu nutzen, deren Gelder seit 2015 nicht mehr auf das monatliche Pflegegeld angerechnet werden dürfen und gewaltige Summen darstellen. Bei PS 3 zum Beispiel 1612 € IM MONAT! § 41 SGB XI.

Wie ist das bei Euch geregelt? Wer organisiert, wer ist Träger, wie wird es finanziert und über welche Dauer wird es angeboten?


Dienstag, 19. Januar 2016

Es wird ernst

noch vor den Osterferien muss sich mein Sohn für die Fächerkombination für das Abitur entscheiden.


Es ist schon spanndend, die Kinder auf ihren so unterschiedlichen Lebenswegen zu begleiten.

Kind #1 und #3 machen gerade Praktika, einer bei der Lebenshilfe und eine im Kindergarten.

Auch sie haben ihre Einblicke in die Arbeitswelt.

Kindergarten Fazit: Kinder sind unglaublich süß. Sie stellen Google, NSA und sonstige Überwachungssysteme weit in den Schatten, was die Veröffentlichung persönlicher Daten und der familiären Intimspähre angeht. 4 jährige Kindergartenkinder sind DIE wahre Sicherheitslücke.

Ansonsten ist der Kindergartenalltag sehr laut, was mit einer AVWS nicht gerade angenehm ist.

Der Große im Werkshof der Lebenshilfe hat eine nette Gruppe, ist aber heute morgen der Meinung gewesen, nach 6 Tagen Arbeit, wäre auch eine Erholung auf der AIDA angebracht ;-)



Montag, 18. Januar 2016

Bürokratie....

... ist das, was meine Kraft raubt, nicht die Behinderung.

Mein Sohn war in den Herbstferien in Kurzzeitpflege, weil wir mit nur 2 Kindern eine Reise machen wollten. Der Große sollte in eine Jugendwohngruppe, der 2. machte ein freiwilliges Praktikum im Büro des Oberbürgermeisters.

Also im September den Antrag gestellt, daß per Eingliederungshilfe der Anteil der Kurzzeitpflege übernommen wird, der den Anteil der Pflegekasse übersteigt.

1. Oktober: Nachfrage nach Unterlagen, Anerkennung der Pflegestufe und Pflegegutachten (wozu eigentlich?). Dieses wurde postwendend dem Landkreis übermittelt. Ebenso eine Schweigepflichtenentbindungserklärung, damit sie direkt mit der Pflegekasse Kontakt aufnehmen können.

Mitte Oktober, die Maßnahme rückt näher... nichts passiert. Nachfrage ergibt, Sachbearbeiterin in Urlaub.

Es passiert nichts.

Mein Sohn geht in Kurzzeitpflege, kommt nach Hause, es wird November.

Am 08.11. bekomme ich die Rechnung der Einrichtung. Noch keine Nachricht vom Landkreis. Also überweisen wir alles und reichen die Rechnung bei der Pflegekasse ein, mit der Bitte den Anteil von 1612 € an uns auszugleichen und uns die Originalrechnung wieder zu überlassen, damit ich diese an den Landkreis schicken kann.

Dieses Anschreiben mit Überweisungsbeleg in Kopie habe ich auch am 08.11. an den Landkreis gefaxt.

Es passierte nichts.

Eine Woche später bekam ich von der Pflegekasse das Geld und die Originalrechnung zurück. Ich rief im Landkreis an, ob sie die Originalrechnung mit dem Auszahlungsstempel der Pflegekasse haben möchten. Antwort war nein, sei nicht erforderlich.

In der ersten Dezemberwoche rief ich erneut beim Landkreis an, fragte nach, ob nach was zur Bearbeitung fehle, was ich noch einreichen könne. Antwort war nein, es liege alles vor. Die Frage, warum denn dann nicht einfach ein Bescheid ergeht, habe ich zunächst noch durch beredtes Schweigen gestellt.

2 Wochen später habe ich geschrieben, daß ich doch irgendwann man gerne einen Bescheid hätte und ich von der Art und Weise der Bearbeitung gelernt habe, daß ich bei zukünftigen Anträgen immer die angemessene Frist abwarten werde, meinem Sohn nicht finanziell beistehe und sofort Eilanträge bei Gericht stellen werde... darauf kam dann Ende Dezember ein Bescheid, daß die Kosten übernommen werden und man direkt mit der Einrichtung abrechne.

Ich erinnerte daran, daß die Einrichtung keine offene Forderungen mehr habe, da innerhalb des Zahlungsziels kein Bescheid ergangen sei und ich keine Lust auf Verzugszinsen hatte, sondern daß das Geld verauslagt wurde und bei uns ausgeglichen werden müsse....

und da warten wir nun - vor 3 Monaten ist mein Sohn in Kurzzeitpflege gewesen. Das ist Sozialhilfe, die sofort zu leisten ist. Klick

Aber was lamentier ich... wir haben ja noch Winter:




Donnerstag, 7. Januar 2016

ein ressourcenalternativer, schwerbesonderer Schulanfang

Da "behindert" oft als Schimpfwort empfunden wird, blühen Wortkreationen dafür im Netz, die versuchen politisch korrekt zu Umschreiben, was ein Mensch mit Behinderung ist. Einige davon habe ich gewählt, den heutigen Schulanfang nach den Weihnachtsferien etwas ironisch zu beschreiben.

Wer auch immer die Ferienplanung macht, hat sicherlich kein Kind mit einem autistischen Weltbild. Denn sonst würde niemals eine Schulwoche an einem Donnerstag beginnen.

Denn Schule nach freien Tagen beginnt am Montag. Am Montag mit Schulschwimmen und darauf folgt am Dienstag Schulsport.

Aber Schule beginnt nicht an einem Donnerstag und wird von einem Freitag mit Vereinssport gefolgt.

Das geht so nicht. Das wirft alles durcheinander.

Und wer sich jetzt fragt, von was redet die, hat noch nie solche stundenlangen Diskussionen über diesen Umstand, daß Schule doch an einem Donnerstag beginnen kann, mit einem Kind geführt, noch bevor der Schulbus da war. Und hat selber den Zustand der akuten Ferienreife in dem Moment, in dem das Kind zum ersten Schultag aufbricht, wieder erreicht.

In diesem Sinne, Euch allen und insbesonderen allen, denen es mit ihren Kindern am ersten Schultag ähnlich ging, einen guten Start ins neue (Schul)Jahr 2016.



Montag, 23. November 2015

Nach dem Sturm

ist es kalt und sonnig und mit der Kälte kommt dann wieder das Rollstuhlfahrerproblem. Was anziehen, welche Handschuhe.

Beindecke, Fußsack, Thermohose, Skihose - alles irgendwie unpraktisch und umständlich, was letztendlich dazu führt, weniger raus zu gehen. Leider.



Sonntag, 22. November 2015

Hollywood is calling

Alles fing mit einer kleinen PN auf Facebook an mich an, die mich als einer der Admins unserer Elterngruppe der Förderschule auf FB erreichte.

Creaclic schrieb mich an und bat um Verbeitung bei den Eltern bezüglich dieses Projektes:

Inklusives Filmprojekt in Cuxhaven

Projektzeitraum: seit November 2015, fortlaufend



Mit einer Gruppe von sechs Menschen mit und sechs Menschen ohne Behinderung dreht das Team von Creaclic im Sommer 2016 einen Kurzfilm!

Grundlage für den Film sind die Charaktere, die zu den Teilnehmern passen und deren eigene Ideen. Die Story steht noch nicht fest, denn das Drehbuch wird im Dezember 2015 erst auf Grundlage der Zusammenarbeit der Teilnehmer und ihren Ideen, geschrieben.In diesem Film wird es nicht vordergründig um das Thema "Inklusion" gehen. Es wird eine ganz "normale" Geschichte erzählt. Aber gerade dadurch, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam ein ganz "normales" Abenteuer bestehen, wird sich intensiv mit Inklusion auseinandergesetzt: Denn dort geht es ja genau darum: gemeinsam das ganz „normale“ Leben leben! Denn in einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein!

Link Klick


Ich dachte bei mir, ok, es werden mal wieder der geistig fitte Junge im Rollstuhl und das ewig lächelnde Mädchen mit Down Syndrom gesucht, die wunderbar mit einer Gruppe anderer Kinder harmonieren - Klischee eben, das, was immer wieder im Zuge der Werbung für Inklusion vorgespielt wird und die Wirklichkeit für uns Betroffene mit nicht bequem zu inkludierenden Kindern umso schwerer macht.

Deswegen habe ich nicht einmal mit meinem Sohn darüber gesprochen, lediglich wie versprochen weitergeleitet und fast wieder vergessen.

Jedenfalls bis ein paar Tage später der Lehrer meines Sohnes anrief, daß der Herr von dem von mir weitergeleiteten Projek gerade in der Schule sei und seine Planung vorstellte und in den Abschlusstufen Schauspieler suchte. Man habe auch schon einen kleinen Film gedreht und der erste, der unbedingt mitmachen wollte, sei mein Sohn gewesen.

Ich fiel fast vom Stuhl. Unglauben, daß mein Sohn das will und Unglauben, daß man ein nicht reinen Sonnenscheinbehinderten für ein solches Projekt nimmt. Hut ab vor dem Filmteam und meinem Sohn.

Zweimal hat jetzt schon das Kennenlern - und Schauspielprojekt stattgefunden und mein Sohn ist begeistert. Geistig angeregt und sehr kommunikativ im Anschluss. Das scheint genau sein Ding zu sein.

Die Schulleiterin, die das letzte Mal die 5 Kinder unserer Schule ins Haus der Jugend begleitete, staunte nicht schlecht, wie sich die 5 nach 7 Stunden Schule 3 weitere Stunden konzentrieren konnten und alle Anweisungen inklusive Fremdwörtern umsetzten.
Leise stöhnte sie, würden sie in der Schule so gut mitarbeiten....

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Gedreht wird in den ersten 3 Wochen in den Sommerferien - ein Kurzfilm auch im Kino zu sehen.



Sonntag, 8. November 2015

Galileo

Unser Physiotherapeut hat auch ein Galileo Gerät, das nach oder vor dem Training von J. immer genutzt wird. Derzeit werden die niedrigen Frequenzen angesprochen, damit die Muskeln sich entspannen können.


Aber auch höhere Frequenzen stärken die Muskeln und reduzieren Spastik, wobei ich mich damit noch intensiver beschäftigen muss.

Rollstuhl ist beantragt. Es wird der Speedy4Teens von Pro Active. Wir können das Vorsatzrad von Sorg noch weiter benutzen.

Matt rot war die Farbe der Wahl.


Samstag, 7. November 2015

Herbstage

Um dieses Laub musste ich mich kümmern ;-) Heute stehen überall Grüncontainer rum... also auf ;-)



Die Elefantenparade, die an geruhsamen Urlaubsnachmittagen entstanden ist:



Die Suche nach der passenden Umrandung - erste Versuche...






Freitag, 6. November 2015

ruhiger Reisenachmittag

Klassische Teatime stand auf dem Programm. Eine wunderbare Pianistin hat einen Nachmittagstee mit schöner klassischer Musik untermalt und man konnte sich besinnlich bei einer Tasse Tee seinen Interessen hingeben.


Mein Mann löste Schachrätsel und erklärte mir leise einiges, während ich an der Nadel hing.

Dienstag, 3. November 2015

Wir waren dann mal weg


und haben den Sommer ein wenig verlängert...



Montag, 19. Oktober 2015

Hologramm als Parkplatzwächter

Das ist mal eine gute Idee, wer ohne Parkausweis auf einen Behindertenparkplatz will, wird von einem Hologramm zur Rede gestellt - Klasse!

http://mobil.stern.de/auto/news/kampagne-gegen-falschparker--3d-hologramm-bewacht-behindertenparkplatz-6499106.html

Sonntag, 18. Oktober 2015

In den Osterferien begonnen

habe ich diesen Tischläufer. Top komplett mit der Hand zusammengenäht und das in einer Woche beendet. Dann lag es viele Monate rum und jetzt endlich habe ich es verstürzt und maschinengequiltet. Fertig. Eigentlich wollte ich alles mit der Hand nähen, aber dazu fehlte mir die Zeit.

Jetzt ist der Tischläufer zum Einsatz bereit und liegt nicht als UFO (unfertiges Objekt) rum.


Freitag, 16. Oktober 2015

Letzter Tag

des Praktikums für unseren 2. Sohn. Diesen wird er bei den Hafenlotsen verbringen.

Gestern war er schon sehr wehmütig und wird alle vermissen. Er hatte eine tolle Zeit, voller Erlebnisse, auch widersprüchliche. Das tolle Gefühl das Schiff von draußen auf der Nordsee alleine bis in die Schleuse hier im Hafen zu fahren bis zu in engen Räumen mit starken chemischen Reinigern zu arbeiten.

Eine Erkenntnis ist, das Meer ist groß, weit und schön und ums verrecken möchte ich jetzt mit 16 keine Maschinistenausbildung anfangen. Back to school hat seinen "Schrecken" verloren. Auch das ist eine wichtige Erkenntnis.

Herzlich wurde er mit dem Typhon gestern vom Tenderboot verabschiedet, als er über die Schleusenbrücke nach Hause radelte. Er dürfe jederzeit wiederkommen, einen Steuermann könne man immer gebrauchen ;-)



Dienstag, 13. Oktober 2015

In Cuxhaven, denkt man, ist es nass

und damit hat man gar nicht so unrecht, zumindest wenn man ein Praktikum bei den Lotsen macht:


Voller Adrenalin kam er gestern nach dem Schwimmen im Überlebensanzug nach Hause. Auch wenn es *piep* kalt war, blieb er trocken in dem Anzug.


Donnerstag, 8. Oktober 2015

5.30 Uhr

und mein 2. Sohn verlässt das Mutterschiff und entert ein Lotsenboot im Rahmen des Betriebspraktikums und kommt dann erst zum Wochenende wieder.

Immer wieder ruft die See Mitglieder unserer Familie.

Aber witzig, während die meisten Klassenkameraden mittags in die Whatsapp Gruppe schreiben, sind zu Hause, chillen am Nachmittag, kann mein Sohn nur #Deckschrubben mitteilen und findet das auch noch gut ;-)


Mittwoch, 30. September 2015

Rolli

Wir haben eine Verordnung für einen neuen Rollstuhl mit angepasster Sitzschale. Da unser Vector von Sorg immer wieder verzogene Vorderräder hatte, seitdem er mit in die Schule geht, wollte ich gerne andere Modelle testen. Aber das Sanihaus bat mich Sorg noch eine Chance zu geben.

Zum einen ist das Problem mit den Lenkrädern bekannt, ist fast immer bei Rollis, die mit Transportdienst in die Schule fahren, inzwischen durch eine Unterlegscheibe für die alten und durch komplett neue Konstruktion für die neuen Modelle abgestellt...

Wieso habe ich diese Unterlegplatte nur nicht früher erhalten??? Hätte so viel Ärger erstpart.

Dankenswerterweise war die pädg. Mitarbeiterin der Schule dabei. Sie hatte noch gute Ideen, auf die ich so nicht gekommen wäre, zB bespritzte Antriebsreifereifen, die sich nicht so kalt anfühlen usw.

Nett war auch zu erfahren, daß an unserer ehemaligen Schule wohl nicht nur von unserem Rolli Gurtsysteme abhanden gekommen sind ;-) Ja,ja, da wird öfter mal was abgebaut und zweckentfremdet, grinste der Vertreter.

Als ich nach unseren Gurten fragte, sagte damals eine Schülerin gleich, das habe man doch für die SportAG abgebaut, was natürlich von der Lehrerin und der Therapeutin vehement bestritten wurde ;-)

Nächste Woche wird ein weiterer Rollstuhl getestet - Pro Active 4Teens.

Dann entschieden und beantragt. Neues Spiel, neues Glück, diesmal mit Volljährigkeit.




Mittwoch, 23. September 2015

Ein Trommelfell soll schwingen...

Ich war mit meiner Tochter am Montag in der Pädaudiologie wegen der AVWS usw. Meine Tochter hat von Geburt an eine Tubenbelüftungsproblematik, wodurch das Trommelfell durch den herrschenden Unterdruck ins Mittelohr gezogen wird. Nicht nur, daß man so nicht gut hören kann, es verklebt mit allem darin und daran. Daher hatten wir vor 2,5 und 1,5 Jahren jeweils an einer Seite große OP des Mittelohrs in der der Gehörgang umgeformt wurde, das nie richtig ausgebildete Mittelohr mit Knorpelspangen etc umgeformt wurde, die Gehörknochen von Verwachsungen usw befreit worden. Es gab natürlich auch ein neues Trommelfell, da das alte nicht mehr vorhanden war.

Nach den OPs war die Schallleitungsschwerhörigkeit sehr zurückgegangen, so daß auf Hörgeräte verzichtet werden konnte und sie nur mit FM Anlage (Lehrer spricht in Mikro und damit in ihr Ohr) in die Schule geht.

Es hieß all die Jahre mit dem Körperwachstum wird sich die Belüftungsproblematik von alleine regeln. Irgendwann ist das alles groß genug, daß das funktioniert.

Ich war eigentlich guter Dinge vor dem Termin, da traf es mich dann doch, daß das eine neue Trommelfell überall wieder saß nur nicht da, wo es sein sollte.

Wie die noch recht guten Hörwerte zustande kamen, kann sich keiner erklären, aber das ist ja gut, so ist jetzt kein Handeln schnell nötig.

Auch wenn ich die Beteuerungen, es wächst sich irgendwann folgenlos aus, nie geglaubt habe, traf mich die Erkenntnis des wohl doch lebenslangen Problems hart. Hoffnung hatte ich wohl doch noch nicht aufgegeben, wenn es rational für mich doch schon hätte klar sein sollen.

Kennt jemand einen Jugendlichen, bei dem die Eustach´sche Röhre mit Ballon erweitert wurde?



Freitag, 18. September 2015

10 Tage = 6 Wochen

Wir sind vor ziemlich genau 4 Wochen beim Endokrinologen im Klinikum Oldenburg gewesen. Es ging nochmal um den Kleinwuchs des Jüngsten.

Es wurden erneut das Blut und Urin untersucht und ein Karpogramm der Hand (knochen) soll das Wachstumsalter und die Endgröße bestimmen.

Bericht sollte nach 10 Tagen kommen. Ich übersetzte das grinsend in 6 Wochen. Was mir aber nur einen kritischen Blick des Professors einbrachte.

Egal wann der Bericht jetzt dann irgendwann mal kommen wird, ich liege mit meiner Schätzung auf jeden Fall näher dran.

Geduld ist meine Tugend.... wenn ich das als Mantra immer wieder vor mich hinmurmel, könnte das vielleicht mal so werden.
Humor ist wenn man trotzdem lacht.